Schuldenprävention für Jugendliche
unabhängig, kompetent, engagiert!

Fast ein Drittel aller Schuldner und Schuldnerinnen in Deutschland ist jünger als 30 Jahre. Kein Wunder, Werbung und Konsum sind allgegenwärtig, im Internet gibt es keine Ladenschlusszeiten, die Finanzbranche lockt mit Angeboten zur sofortigen Wunscherfüllung und für die Zugehörigkeit zur Peer-Group sind das neuste Smartphone und die angesagten Klamotten häufig notwendig.

Jugendliche und junge Erwachsene sind besonders verletzliche Verbraucher:
Sie haben weniger Lebenserfahrung und auf ihrem Weg in die Selbständigkeit nur eine geringe Vorbereitung auf die komplexe Welt der Finanzen.
Individuelle Faktoren, wie die Stärke des Selbstbewusstseins, und strukturelle Faktoren, wie zunehmend prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder hohe Lebenshaltungskosten in einer Stadt wie München spielen zudem eine Rolle.

Die Folgen können sein: Schulden bei Freunden oder in der Familie, beim Mobilfunkanbieter, ein ständig ausgereizter Dispo, nicht bediente Ratenzahlungen für Elektronikartikel oder das Auto, Forderungen wegen Urheberrechtsverletzungen im Internet, Mietrückstände u.s.w. Schulden bedeuten Stress und erschweren die anderen Lebensaufgaben, die Jugendliche und junge Erwachsene zu meistern haben.

Geld ist immer noch ein Tabuthema. In vielen Familien wird nicht darüber gesprochen und auch in den Schulen und Einrichtungen für Jugendliche ist das Thema oft noch nicht genügend angekommen.

Mit seinen Präventionsveranstaltungen für Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsene möchte CASHLESS-MÜNCHEN diesem Defizit entgegenwirken.

Dabei verfolgt CASHLESS-MÜNCHEN folgende Ziele:

  • Sensibilisierung für die Themen Geld und Schulden
  • Förderung von finanzieller Alltagskompetenz
  • Förderung eines kompetenten Umgangs mit Geld- und Budgetplanung
  • Reflexion eigener Werte, Wünsche und Bedürfnisse
  • Förderung eines gelungen Umgangs mit Konsum und Werbung
  • Kennenlernen von unabhängigen Verbraucherinformationsstellen
  • Verschuldungsrisiken erkennen
  • Zugänge zu Hilfsangeboten wie der Jugendschuldnerberatung schaffen
  • Erkennen der eigene Ressourcen und der eigene Grenzen
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und Erweiterung von Handlungskompetenzen

Dabei gehen wir in unseren interaktiven Veranstaltungen von der Lebensrealität der Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus, nehmen Erfahrungen und Vorwissen der Jugendlichen auf, beziehen Emotionen und Werte mit ein und bringen neue Inhalte mit kreativen und aktivierenden Methoden ein.

Finanzielle Alltagskompetenz zeigt sich nicht nur in Wissen, sondern auch im Bewusstsein und Verhalten.

Von 2005 bis 2009 wurde das Projekt wissenschaftlich begleitet, 2010, 2012, 2014 und 2016 konnte es Auszeichnungen auf bundesweiten Wettbewerben im Präventionssektor gewinnen.

Die Finanzierung und fachliche Begleitung unsere Arbeit erfolgt durch das Sozialreferat der LHM – damit ist unsere Unabhängigkeit garantiert und unser Angebot steht Ihnen kostenfrei zur Verfügung.